Bewerbung für die Landesliste NRW

Nach mehr als 20 Jahren in der IT-Branche und langjähriger ehrenamtlicher politischer Arbeit möchte ich diese Erfahrungen bündeln und in den Bundestag einbringen. Darum bewerbe ich mich für Platz 18 auf der Landesliste der Grünen NRW. Vor allem möchte ich mich dabei für die Themen Digitalisierung und nachhaltige Wirtschaft einsetzen. Das große Ziel ist die Einhaltung der 1,5° Schwelle und damit verbunden ein nachhaltig-sozialer Umbau unserer Wirtschaft.

Die Landesdelegiertenkonferenz findet an diesem Wochenende statt, den Livestream findet ihr hier: https://gruene-nrw.de/termin/ldk-landesdelegiertenkonferenz-10-11-april-2021/ Ich werde mich am Samstagvormittag bewerben.

Die Digitalisierung in Deutschland wird viele Veränderungen bringen. Diese gut zu begleiten und bestmöglich zu nutzen wird einer der großen Aufgaben in den nächsten Jahren. Wir müssen dafür sorgen, dass die Digitalisierungsrendite nicht allein den Konzernen zu Gute kommt, sondern wollen sie nutzen, um Zukunftsaufgaben und das Sozialsystem zu finanzieren. Gleichzeitig müssen wir für Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei KI-Algorithmen sorgen. Nutzer*innen und Unternehmen müssen in die Lage versetzt werden, über ihre persönlichen und Anwendungsdaten souverän zu bestimmen. Andererseits muss es aber auch möglich sein, aus großen – anonymisierten – Datenbeständen, neue Erkenntnisse und innovative Geschäftsmodelle zu generieren.

Auch die Zukunft der Wirtschaft stellt uns vor große Herausforderungen. Kaum ein Produkt oder Dienstleistung spiegelt die tatsächlichen ökologischen und sozialen Kosten wieder, was zu einem völlig verzerrten Wettbewerb führt. Zentraler Ansatzpunkt unserer Wirtschaftspolitik muss daher das Prinzip der Preiswahrheit sein: Produkte und Dienstleistungen müssen alle ökologischen und sozialen Kosten internalisieren. Dies führt auch zu einer dringend nötigen Re-Regionalisierung der Produktion und Vereinfachung der Lieferketten. Die Bepreisung des CO2-Verbrauchs eines Produktes ist dabei ein wesentlicher Punkt, um die Kreativität der Unternehmer*innen zu entfachen, um möglichst schnell den CO2-Fußabdruck ihrer Waren zu reduzieren. Schließlich müssen ökologische und soziale Standards auch global umgesetzt werden, z.B. über entsprechende Vereinbarungen in fairen Handelsabkommen oder Grenzsteuern für Import-Gütern, die den Standards nicht genügen.

Ich möchte mich im Bundestag aktiv dafür einsetzen, diese Herausforderungen anzugehen und eine grüne Zukunft mitzugestalten. Deshalb freue ich mich sehr, dass der Rheinisch-Bergische Kreis mich als Direktkandidaten nominiert hat und mich der Bezirksverband Mittelrhein mit einem Votum unterstützt.

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