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23Aug

Grüne fordern mit MdB Krischer flächendeckendes Solarkataster im Rheinisch-Bergischen Kreis

Nutzen eines Solarkatasters am Beispiel einer Investorenanlage des Sportvereins Blau-Weiss Hand e. V.

23.08.

Besuch mit Oliver Krischer bei Blau Weiss Hand

Besuch mit Oliver Krischer bei Blau Weiss Hand

 Nur durch einen glücklichen Zufall konnte der Sportverein Blau-Weiss Hand e. V. 2009 einen Investor gewinnen, der auf dem Dach der vereinseigenen Sporthalle eine große Solaranlage errichten wollte. „Wir sind da ein wenig zu gekommen, wie die Jungfrau zum Kind“, so der Vorsitzende des Sportvereins Markus Hack. „Da hat uns irgendwann ein Investor, Herr Pump, angerufen und uns gesagt, dass unser Dach für sein Vorhaben bestens geeignet wäre.“, so Hack weiter. Der Investor Uwe Pump ergänzt: „Wir haben uns einfach in Google Maps die Satellitenbilder angeschaut und grob überlegt, was für uns in Frage kommen kann. Dann haben wir versucht, das umzusetzen.“

Heute steht auf dem Dach des Sportvereins eine Anlage mit 190 kW Spitzenleistung und einer Jahresleistung von 165.000 kWh. „Das reicht um etwa 40 Haushalte mit Strom zu versorgen.“, kommentiert der GRÜNE Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer, Sprecher für Energiewirtschaft der GRÜNEN Bundestagsfraktion, die Leistung der Anlage.

Die GRÜNEN sind natürlich vom Engagement des Vereins, wie auch des Investors begeistert. „Was nur fehlt ist, dass das Beispiel Schule macht und noch mehr Menschen dem Beispiel folgen.“, so Maik Außendorf, Bundestagskandidat und energiepolitischer Sprecher der GRÜNEN im Bergisch Gladbacher Rat. „Dazu brauchen wir aber noch ein paar mehr Anreize. So fänden wir  es sinnvoll, wenn das Finden von geeigneten Flächen nicht mehr dem Zufall überlassen bleibt, sondern alle Daten in einem kreisweiten Solarkataster für jedermann bereit gestellt werden.“, so Außendorf weiter.

In einem Solarkataster werden für alle Dachflächen, die für die Solarstromerzeugung wichtigen Daten, wie Ausrichtung, Dachneigung, Eigentümer, Sonneneinstrahlung, etc. gesammelt und öffentlich zur Verfügung gestellt. Ein Solarkataster gibt damit insbesondere kleineren privaten Investoren schnell und einfach die Möglichkeit, sich über die Potentiale von Dachflächen zu informieren. Dies reduziert Hürden bei wichtigen Investitionen in Erneuerbare Energien.

„Wir haben dazu bereits 2012 passende Anträge im Rat und Kreistag gestellt. Da war aber insbesondere die Verwaltung noch nicht so weit. Jetzt werden wir das Thema aber noch einmal auf die Tagesordnung bringen, da sich insbesondere mit dem Klimaschutzkonzept des Kreises neue Möglichkeiten ergeben haben.“ so der Energiepolitiker Außendorf weiter.

Der Abgeordnet Krischer ergänzt dazu: „Von einem Solarkataster profitiert neben den Investoren, also auch dem kleinen Eigenheimbesitzer, auch die lokale Handwerkerschaft und der Bankensektor. Daher wäre es für eine Kommune vielleicht auch eine Überlegung wert, mit anderen Partnern ins Gespräch zu kommen. Vielleicht ergibt sich hier auch die Möglichkeit einer privaten Finanzierung.“

Lesen Sie hier den Bericht dazu in der Bergischen Landeszeitung vom 24.8.2013 – mit freundlicher Genehmigung der Heinen-Verlag GmbH  RRB_Solarkataster_24082013
Verfasst am 23.08.2013 um 18:06 Uhr von .
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Kommentare

  1. W.Wiesner25. August 2013

    Sehr geehrter Herr Aussendorf,
    den „Grünen“ gehören ja eigentlich zu den wirklichen Vätern bzw. Müttern der „Energiewende“. Umso mehr überrascht es mich, dass zur Zeit, wo doch von interessierter Seite eine regelrechte Kampagne gegen die Energiewende gefahren wird, die Grünen sich sehr passiv verhalten. Das von Ihnen unterstützte Solarkataster ist ja ganz nett, aber die wirklichen Probleme sind ja grundsätzlicher. Welche Instrumente schlagen Sie vor, damit die Integration der Regenerativen Energien erfolgreich durchgeführt werden kann? Wäre zum Beispiel nicht die Einführung einer CO2-Steuer das bessere Instrument als der nicht funktionierende Zertifikatshandel. In diesem Zuge könnte auch die Stromsteuer abgeschafft werden. Hiermit würde Strom aus regenerativen Energiequellen billiger. Der Strom aus stark emittierenden Quellen, wie den Braunkohlekraftwerken würde teurer. Die notwendigen Gaskraftwerke zum Ausgleich des fluktuierenden Angebots Regenerativer Energien würden wirtschaftlicher arbeiten können. Die Einnahmen der CO2-Steuer könnten zum Teil zur Finanzierung der bisherigen Kosten des EEG beitragen. Ein weiterer Anstieg der Strompreise würde stark gedämpft.
    MfG W. Wiesner

    Antworten
    • maik26. August 2013

      Sehr geehrter Herr Wiesner,

      danke für Ihre Anregungen. Wir sind uns einig, dass der CO2 Ausstoß minimiert und die Erneuerbaren Energien ausgebaut werden müssen.

      Vom Prinzip haben CO2-Steuer und Zertifikate eines gemeinsam: wer CO2 ausstößt, soll dafür bezahlen.

      Der Vorteil des Zertifikate-Handels (zumindest der Idee) ist, dass er weltweit funktioniert. Das Problem, das wir derzeit haben ist, dass die Freimengen zu groß bemessen sind und damit der Preis zu niedrig ist. Das haben wir auch der scharz-gelben Bundesregierung zu verdanken, die sich einer wirksamen Verknappung auf europäischer Ebene verweigert hat.

      Wir machen uns daher stark für eine sinnvolle Verknappung der Freimengen auf europäischer Ebene, sollte das nicht durchsetzbar sein, müssen wir in Deutschland notfalls auch alleine voran gehen.

      Darüber hinaus fordern wir in unserem Programm auch ein nationales Klimaschutzgesetz, dass verbindliche CO2-Grenzen fordert. Mehr dazu in unserem Programm, ab Seite 27.

      http://www.gruene.de/partei/gruenes-wahlprogramm-2013.html

      Viele Grüße

      Antworten

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